Hauseigentümer und Mieter können jetzt bei Handwerkerrechnungen noch mehr Steuern sparen : Bis zu  1.200 Euro zieht das Finanzamt nun direkt von der Einkommenssteuer ab, wenn entsprechende Arbeitsleistungen von Handwerkern nachgewiesen werden. Bisher betrug der maximale Steuerbonus für Handwerkerleistungen lediglich 600 Euro.

Geltend machen können die Auftraggeber von Handwerkern pro Jahr Handwerkerrechnungen in Höhe von zusammengerechnet maximal 6.000 Euro. Davon zieht das Finanzamt unabhängig vom Steuersatz und der Steuerklasse des Antragstellers pauschal 20 Prozent des Rechnungsbetrags als Bonus von der Steuerschuld ab. So reduziert sich die Einkommenssteuer um maximal 1.200 Euro.

Absetzbar sind jedoch nach wie vor lediglich die Arbeitskosten,die der Handwerker in Rechnung stellt. Material- und andere Sachkosten könne wie schon in der Vergangenheit nicht von der Steuer abgesetzt werden. Zudem darf die Handwerkerrechnung nicht bar bezahlt werden, sondern der Rechnungsbetrag muss überwiesen werden. Ein entsprechender Nachweis, beispielsweise in Form einer Kopie des Kontoauszugs, muss der Steuererklärung beigefügt werden.

Die Verdopplung des maximal absetzbaren Rechnungsbetrags ist Teil des Konjunkturpakets, mit dem die Bundesregierung die Wirtschaft und das Handwerk im Land fördern möchte. Zudem sollen die Regelungen der Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit entgegenwirken. Die Kosten der Handwerkerregelung werden für die kommenden fünf Jahre auf insgesamt 5,4 Milliarden Euro beziffert. Schätzungen zufolge sollte ein wesentlicher Teil dieses Betrags jedoch durch Mehreinnahmen ausgeglichen werden, da mit der Regelung mehr Handwerksleistungen korrekt abgerechnet und versteuert werden.